Buch

Review: Lean Innovation Guide

Das Fachbuch „Lean Innovation Guide“ spricht alle Personen an, die sich mit innovativen Geschäftschancen, Produkten und Dienstleistungen und dem Mehrwert für ihre Kunden und Nutzer beschäftigen. Übergeordnet dient Lean Innovation dazu, als Unternehmen und Organisation langfristig erfolgreich zu werden und zu bleiben und dabei unnötige Investitionen zu vermeiden.

Das Fachbuch „Lean Innovation Guide: Mit dem Lean Progress Modell zum Startup- und Innovationserfolg“ von David Griesbach ist im November 2018 im Vahlen Verlag erschienen und behandelt das sehr zeitgemäße Thema „Lean Innovation“. Das 320-seitige Buch kann aufgrund seines handlichen Formats (155,4 x 230,1 mm) als Taschenbuch bezeichnet werden. Der Verlag hat uns freundlicherweise eine Fassung zur Verfügung gestellt.

Was ist Lean Innovation?

Der Begriff „Lean Innovation“ gehört in den Kreis aktueller Buzzwords und bezeichnet einen iterativen Prozess bzw. eine Methodik, um Innovation mit weniger Ressourcen schneller und effizienter umsetzen zu können. Dabei den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen (Customer Centric) ist ein wesentliches Kernmerkmal aller „Lean-Methoden”.

Lean Innovation überträgt viele der Wirkprinzipien des Lean Management (lt. Wikipedia als „die Gesamtheit der Denkprinzipien, Methoden und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette industrieller Güter“ bezeichnet), in den Innovationsprozess bei Startups und Produktentwicklungen im allgemeinen.

Gliederung und Gestaltung

Bei der Gestaltung waren Grafikdesigner am Werk. Das sieht man und ist gut so, denn das Fachbuch ist auffällig aufgeräumt und gut gegliedert. Dazu tragen vor allem markante Kapiteleinleitungen und Zusammenfassungen bei, sowie der einheitlich-zweifarbige Stil (Schwarzweißfotografien kombiniert mit cyanfarbigen Elementen) der zahlreichen Informationsgrafiken.

Typografisch ist das Buch ebenfalls auffällig. Die serifenlose Neogrotesk-Schrift „Futura“ passt sehr gut zum luftigen Layout, das viel Weißraum zulässt, sowie den farbreduzierten und sehr einfach gehaltenen Informationsgrafiken. Die Kombination mit der durchaus eigenwilligen Serifenschrift „Swift“ harmoniert aus unserer Sicht leider nicht so gut. Davon abgesehen ist es typografisch sauber aufbereitet, die Textmengen auf den jeweiligen Seiten sind überschaubar und aufgrund der gewählten, komfortablen Schriftgröße und der Spaltenbreite sehr gut zu lesen.

Inhalt

Vor dem Lesen. Mein ehrlicher, voreingenommener Eindruck: Aha, ein weiterer Berater, der sich mit seinem eigenen Methoden- und/oder Prozess-Modell profilieren möchte und das Buch als verkaufsfördernde Plattform für die eigene Dienstleistung nutzt.

 

Nach der Lektüre des Buches kann ich meinen ersten Eindruck zum Glück widerlegen bzw. widerrufen, denn das Buch wird seinem Anspruch und seinem Versprechen („… als Navigationshilfe im oft unwägbaren Entwicklungs- und Innovationsprozess dienen.“) gerecht.

 

Im ersten Kapitel liefert David Griesbach eine leicht verständliche Einführung in das Thema „Lean Innovation” , erläutert die einzusetzenden Tools und stellt den Unterschied zur „Lean Production” heraus. Auf weitere historische Zusammenhänge aus dem Lean Management, sowie die Beschreibung anderer Modelle (z.B. Chain-linked Modell, Plan Do Check Act, Standard Work u.a.) verzichtet der Autor. Schliesslich erhebt das Buch von David Griesbach nicht den Anspruch eines Standardwerks der Lean Innovation Kultur generell sondern der Lean Innovation Methode.

 

Im zweiten Kapitel wird das „Lean Progress Modell“ vorgestellt und erklärt. Dieses „Metamodell für die übergeordnete und transparente Führung von Startup- und Innovationsprojekten“ basiert auf 6 Erfolgsfaktoren, denen der Autor jeweils einem Kapitel widmet und diese auch ausführlich erläutert.

 

Im dritten Teil geht es um die konkrete Anwendung des Lean Progress Modells. Dieses ist wirklich sehr praxisnah beschrieben, so dass man das Gefühl hat, man könnte gleich mit der Implementierung beginnen.

Fazit

Grundsätzlich liesst sich das Fachbuch sehr leicht. Das liegt zum einem an der im positiven Sinn einfachen Sprache, die weitestgehend auf Fachtermini verzichtet, als auch an der wirklich guten Strukturierung, die mit überschaubaren Kapiteln nebst Zusammenfassungen für Übersichtlichkeit sorgen. Da ich selbst nicht mit dem Prozess des „Lean Innovation“ vertraut bin, hat mir das Buch einen theoretischen Einblick in die praxistauglichen Methoden verschafft. Aus meiner Sicht eine Empfehlung und ein guter Einstieg für Startups und Unternehmen, die sich näher mit diesem Teilbereich der Lean Managementkultur auseinander setzen möchten.

Lean Innovation Guide
  • Inhalt
  • Umfang
  • Gestaltung
  • Preis
4.2
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Helge Rieder ist Geschäftsführer und Gesellschafter der stay golden GmbH. Wenn er sich nicht mit Themen wie Marke, Markenführung und Design beschäftigt, fährt er leidenschaftlich gerne Mountainbike.

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